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Von Gummersbach nach La Roche sur Yon

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22 Läuferinnen und Läufer aus den Partnerstädten Gummersbach und Burg haben eine beachtliche sportliche Leistung vollbracht. Anlässlich des 40. Jahrestages der Begründung der Städtepartnerschaft zwischen Gummersbach und La Roche sur Yon fand ein Staffellauf von der oberbergischen Kreisstadt in die französische Stadt an der Atlantikküste statt. 6 Sportfreunde der Laufgruppe Ihleläufer Burg nahmen an diesem Lauf teil.
Die Gesamtdistanz von 1020 km hatten die Gummersbacher Organisatoren um Volker Onnenberg in 8 Tagesetappen aufgeteilt, wobei bis auf die Start - und die Schlussetappe etwa 150 km pro Tag von den Läufern zu bewältigen waren. Dieses Tagessoll wurde auf 3 Gruppen aufgeteilt, so dass vor jeder Gruppe ca. 50 km täglich standen.

Am Freitag, 25.4.08 machten sich Martina Lorenz, Jürgen Bester, Klaus Randel, Bernd Klose, Holger Müller und Gerald Schmidt auf den Weg nach Gummersbach. Noch am gleichen Tag schickte der Gummersbacher Oberbürgermeister das Läuferfeld auf die Strecke. Gleich hier bekamen die Läufer zu spüren, warum Gummersbach „die Stadt im Oberbergischen“ genannt wird. Steile Anstiege und lange Bergabstrecken forderten viel von den Läufern. Dieses hügelige Streckenprofil setzte sich an den nächsten Tagen noch weit bis ins Landesinnere von Frankreich fort.

Die drei Gruppen wechselten sich jeden Tag in der Laufreihenfolge ab, so dass z.B. die Burger Gruppe einmal früh (Start 6.00 Uhr!), am nächsten Tag am späten Vormittag und danach am Nachmittag lief. Die Streckenanteile der einzelnen Läufer innerhalb der Gruppe wurden individuell festgelegt. Wichtig war, dass mindestens ein Läufer immer unterwegs war und den Staffelstab Richtung La Roche trug.
Begleitet wurde der aktive Läufer von einem weiteren Gruppenmitglied per Fahrrad, der für die Orientierung und die Absicherung des Läufers auf der Strasse zuständig war. Außerdem ständig mit auf der Strecke war das Begleitfahrzeug der Gruppe (Kleinbus), das die restlichen Läufer der Gruppe sowie Getränke, Verpflegung und Wechselsachen transportierte. Hatte die Gruppe ihre etwa 50 km geschafft, übernahm die nächste Gruppe den Staffelstab und diese wiederum übergab ihn dann der letzten Gruppe, welche ihn bis zum Tagesziel trug. Dort hatten die anderen beiden Gruppen inzwischen das gemeinsame Abendessen und die Übernachtung (in Turnhallen auf Schlafsack und Luftmatratze) vorbereitet. Anschließend wurden noch die Tageserlebnisse ausgetauscht und die Planung des nächsten Tages durchgesprochen.


Die Läufer – fast alles erfahrene Hasen des Laufsports – hatten sich im Vorfeld gut vorbereitet und waren auf jede Wettersituation eingestellt. Und das brauchten sie auch. Luden die Temperaturen am Sonntag, 27.4.08 noch zum Baden in der Maas ein, mussten die Läufer an den folgenden vier Tagen die lange Laufbekleidung, Regenjacken und sogar kurzzeitig die Handschuhe herausholen.
Aber selbst die Wetterkapriolen konnten es den Läufern nicht vermiesen, die reizvollen Landschaften zu genießen.
Die Strecke führte von Gummersbach über Köln, Hamoir (Belgien), Signy l’Abbaye (Nähe Reims), La Ferte Gaucher (Nähe Paris), Lorris (Nähe Orleans), Blere (Nähe Tours), Montcoutant (Nähe La Rochelle) nach La Roche sur Yon. Allein die Strecke entlang der Loire mit den zahlreichen Schlössern aus der Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. oder das Gebiet der Centre sowie die Vendee prägten sich bei den Läufern nachhaltig ein.

Zum Höhepunkt wurde der Zieleinlauf in La Roche am 2. Mai. Einige Mitglieder der Laufgruppe aus La Roche liefen die letzten 16 km gemeinsam mit ihren deutschen Sportfreunden ins Ziel im Festgelände von La Roche. Zahlreiche Zuschauer - Einheimische und Gäste des Festes – bereiteten den Läufern einen riesigen Empfang. Es gab langanhaltenden Applaus, als der Staffelstab dem Bürgermeister von La Roche übergeben wurde.
Im Ziel trafen die Ihleläufer dann auf Bekannte aus Burg: die Vertreter der Stadt Burg und des Burger Freunschaftskreises begrüßten die Ihleläufer und gratulierten anerkennend zu deren Leistung.
Gezeichnet von den Strapazen der letzten Woche (die Läufer waren bis zu 18 Stunden an Tag auf den Beinen) waren alle Teilnehmer zufrieden und stolz auf das Erreichte. Und alle Teilnehmer waren am Ende verletzungsfrei und wohlbehalten angekommen.

Die Ihleläufer beendeten ihre Frankreich-Tour mit einem Grillabend bei den französischen Läufern, dem Besuch des Festgeländes und einem Badebesuch im Atlantikort Les Sables.
Mit der Teilnahme an der offiziellen Festveranstaltung klangen diese unvergesslichen tage für die Burger Läufer aus.
Die Ihleläufer haben den anstrengenden und erlebnisreichen Lauf genutzt, um die Städtepartnerschaft auf dem Gebiet des Sports mit Leben zu erfüllen und die Kontakte zu den Läufern aus Gummersbach und La Roche aufzufrischen.

Der Dank der 6 Burger gilt besonders den unermüdlichen Gummersbacher Organisatoren sowie der Stadtverwaltung Burg und dem DRK Jerichower Land für deren Unterstützung der Gruppe.