MD Marathon 2008 (2)
In der fünften Woche meines 10-Wochen- Programms merkte ich langsam Schienbein, Fuß und Wade. Angefangen hat alles in einer lockeren Radeinheit am 5.9.2008. Seitdem konnte ich beim Laufen mit dem rechten Fuß nicht ohne Schmerzen auftreten. Manchmal die ganze Einheit, manchmal wurde es besser. Ich reduzierte das Lauftraining auf zwei Einheiten, sonntags 30km und mittwochs 10km. Außerdem fuhr ich noch Rennrad und verbrachte eine Einheit auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio. Einmal verbrachte ich eineinhalb Stunden auf dem Crosstrainer. Ich teilte die Zeit so, dass ich genau einen drei Stunden Lauf simulierte. Mit der Gewissheit nicht fit zu sein und keine schnell Zeit laufen zu können, ruhte ich mich in der letzten Woche davor aus. Nach der Pastaparty am Abend vor dem Marathon, genehmigte ich mir noch eine Tüte Haribo Vampire...
Der Lauf Zum ersten Mal konnte ich die Nacht vor dem Marathon in meinem ”eigenen“ Bett schlafen und musste auch nicht mitten in der Nacht aufstehen. Ausgeruht ging es zum Start. Die letzten guten Wünsche von und für die Lauffreunde. Am Start auf der Herrenkrugstraße suchte ich mir ersteinmal einen Weg in eine vordere Startposition um dem Gewühl der Anfangsphase fern zu bleiben. Dort traf ich dann auf Ingo, einem guten Bekannten, der letztesJahr die 3-Stunden-Marke unterbot und eine schnelle Zeit angekündigt hat. Nachdem sich der Start etwas verzögerte ging es dann endlich los. Von der Herrenkrugstraße über den Nordbrückenzug in Richtung Innenstadt vorbei an meinen täglichen Begleitern - Uni und MPI. Ob vielleicht einige Kommilitonen an der Strecke sind? Weiter ging es durch die Fußgängerzone über den Alten Markt in Richtung Dom. Überall versammelten sich vereinzelt Zuschauer an der Strecke und feuerten die Läufer an. Von Beginn an hatte ich keine Schmerzen. Das hätte ich nicht für möglich gehalten...
Inzwischen hatte ich mich an Ingo orientiert – eigentlich zu schnell, aber im Moment wollte ich so schnell laufen. Durch die Kurven des ersten Streckenabschnitts versuchte ich nicht von seiner Seite zu weichen. Hinter uns hatte sich eine kleine Gruppe formiert. Nachdem die Sternbrücke überquert wurde, begann der Abschnitt durch den Rotehornpark und dann an der Alten Elbe wieder in Richtung Herrenkrug. Ein Abschnitt den ich aus Trainingseinheiten kannte. Ich versuchte die Holzbrücke unter der Straße als erster in der Gruppe zu nehmen, da ich wusste, dass es dort eng wird. Die Gruppe lief und ich hatte keine Probleme das Tempo von 3:55 mitzugehen. Trotzdem freute ich mich hier Holger zu sehen, der uns anfeuerte.Wir (Ingo und ich) waren zu diesem Zeitpunkt, da erst 8 Kilometer gelaufen waren Sechster und Siebter. Unter der Anfeuerung vieler Zuschauer auf den Nordbrücken, ging es dann auf den Elberadweg. Der Magdeburg-Marathon besteht quasi aus zwei Abschnitten. Einem zehn Kilometer langem Einlaufen durch die Stadt und einem langen Abschnitt auf dem Elberadweg.